Einsätze der FF St.Pölten-Wagram

18.05.2020 08:09Dèjá-vu in St. Pölten-Wagram: Schon wieder Schwanenrettung in St. Pölten-Wagram
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"Jetzt ist schon wieder etwas passiert"
Diese Worte des Autors Wolf Haas aus einer bekannten Krimiserie sind den Mitgliedern der FF St. Pölten-Wagram wohl am Montagvormittag durch den Kopf gegangen. Nachdem bereits 4 Tage zuvor ein Schwan aus seiner misslichen Lage gerettet werden musste, wurden sie mit dem selben Alarmstichwort in den Einsatz gerufen.
Im Kreuzungsbereich der Bundesstraße 1 mit der Oriongasse hatte ein Passant einen verirrten Schwan gemeldet und auch gleich den Verkehr "geregelt". Bei Eintreffen der FF St. Pölten-Wagram war der weiße Schwan mitten in einem angrenzenden Feld und suchte sich seinen Weg. Es war also keine unmittelbare Gefahr gegeben. Dennoch - das Tier hätte ja auch wieder umkehren können und neuerlich auf die Bundesstraße irren - wurde entschieden, das sichtlich unverletzte Tier mit Hilfe von Decken in Richtung Traisen zu leiten.

Es waren wohl lustige Bilder für die Anrainer, als durch das rund 1 Meter hohe Weizenfeld auf einer Seite ein Schwanenkopf und auf der anderen Seite vier FF-Mitglieder wanderten. Selbstverständlich so weit am Rand, um möglichst geringen Flurschaden zu produzieren. Die Einsatzkräfte wurden vom Einsatzleiter auch angehalten, ihre Helme und Jacken inkl. Handschuhen zum Eigenschutz anzuziehen. Das Tier war nur bedingt von seiner Rettung begeistert und zeigte das auch laut- und gestenstark...

Nur wenige Minuten nach Eintreffen konnte der Schwan wieder das kühle Nass der Traisen spüren und startete nach einer kurzen Erholungspause seine Schwimmtour im gewohnten Terrain.

Link zum Einsatzbericht am 14.5.2020: Feuerwehr rettet Schwan nach Revierstreitigkeiten

Nur wenige Stunden zuvor: Brand einer Gartenhütte:

Es war nicht der erste Einsatz am Montag. Bereits gegen halb drei Uhr früh war die FF St. Pölten-Wagram zur Nachbarschaftshilfe nach Stattersdorf gerufen worden, um eine brennende Gartenhütte zu löschen. Die Wagramer Helfer standen dabei als Rettungstrupp für ihre Kameraden aus Stattersdorf im Einsatz.

Ende der Sonder-Einsatzregelung

Mit den heutigen Einsätzen geht in Wagram die Sonder-Einsatzregelung im Zuge der COVID-19-Pandemie fürs erste zu Ende. Seit Mitte März war eine getrennte und wechselseitige Einsatzbereitschaft der beiden Züge mit umfassenden Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt worden. Seit heute, 18. Mai 2020, wird wieder auf das allgemeine Einsatzsystem umgestellt. Einige Vorsichtsmaßnahmen werden aber weitergeführt, so auch das Tragen von Schutzmasken sowie die reduzierte Besetzung der Fahrzeuge, um auch bei der An- und Abfahrt größtmöglichen Abstand einhalten zu können. Seit 15. März 2020 waren bis Sonntagsmitternacht nicht weniger als 22 Einsätze abzuarbeiten. Von einem Stillstand kann also keine Rede sein.

Auch der Übungsbetrieb wird - in Kleingruppen - diese Woche wieder anlaufen. In ihren Gruppen werden die Gruppenkommandanten ein "was ist wo im Fahrzeug" durchführen, um die Geräte inkl. deren Lagerungen wieder ins Gedächtnis zu holen.

Fakten

Datum 18.05.2020
Alarmzeit 08:09
Dauer 1 Stunde
Einsatzart Technischer Einsatz
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