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Adventkranz und Weihnachtsbaum

Leider bringt das Weihnachtsfest allzu oft eine feurige Überraschung. Vom ersten Advent an bis zum Dreikönigstag am 6. Jänner haben Österreichs Feuerwehren Hochbetrieb. Zahlreiche Wohnungsbrände sind zu bekämpfen. Beträchtliche Sachschäden, Verletzungen und sogar Tote sind die Folge. Alle Jahre wieder steigt die Zahl der Feuerwehreinsätze zu den Weihnachtsfeiertagen beträchtlich an.

Liegt in den Monaten Februar bis November der Durchschnitt der Brände durch "Offenes Licht und Feuer" bei etwas mehr als 170, so steigt er im Dezember und Jänner sprunghaft an. Während der "festlichen Zeit" müssen rund 500 Wohnungsbrände bekämpft werden.

Grund: In der trockenen Innenraumluft wird das ursprünglich satte und saftige Grün von Adventkränzen und Christbäumen rasch trocken. Eine heruntergebrannte Kerze, ein zu knapp baumelnder Christbaumschmuck - und schon ist das Malheur passiert. Ein zu tief hängender Zweig eines bereits dürren Baumes fängt Feuer und mit einem trockenen Krachen explodiert förmlich der ganze Baum. In der Folge brennen zumeist die Vorhänge lichterloh und auch die Einrichtung fällt den Flammen zum Opfer.

Natürlich gibt es Alternativen in Form einer elektrischen Christbaumbeleuchtung. Wenn Sie aber die romantische Illusion von unverfälschter Weihnachtsstimmung unbedingt beibehalten wollen, beachten Sie einige grundlegende Sicherheitstipps.

Tipps

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  • Adventkränze und Christbäume nie in der Nähe von Vorhängen aufstellen
  • Kerzen am Adventkranz nicht zu weit herunterbrennen lassen
  • Kerzen am Christbaum so anbringen, dass Äste und Schmuck von den Kerzenflammen nicht entzündet werden können
  • Zuerst die oberen und dann die unteren Christbaumkerzen anzünden
  • Kerzen nie ohne Beaufsichtigung brennen lassen
  • Papier und Schmuck von Kerzen (auch elektrische) fernhalten
  • Kerzen, vor allem Wunderkerzen (Sternspritzer) nicht mehr entzünden, wenn der Christbaum bereits trocken (dürr) ist
  • Vor dem Entzünden der Christbaumkerzen Löschgerät bereitstellen (z. B. Nasslöscher, Kübelspritze oder Sodawasserflasche), auch ein Handfeuerlöscher schadet in keinem Haushalt
  • Bei Brandausbruch mit dem Notruf 122 die Feuerwehr alarmieren, Fenster und Türen schließen
  • Nadelt der Baum schon stark ab, verzichten Sie aufs letzte Anzünden der Kerzen - es könnte ein feuriger Abschied werden

Werden Christbäumen vor dem Fest in einem kühlen Raum gelagert und in einen Kübel mit Wasser gestellt bleiben sie länger frisch und sind damit weniger brandgefährlich. Auch mit Wasser befüllbare Christbaumständer verhindern das rasche Austrocknen des Baumes und erhöhen dadurch die Brandsicherheit.

Quelle: Sicherheitsinformationszentrum und NÖ Zivilschutzverband