News - Aktuelles bei der FF St.Pölten-Wagram

01.02.2019Kameradschaftsausflug ins AKW Zwentendorf
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Vergangenen Freitag nutzten 20 Feuerwehrleute aus Wagram das Angebot, das Atomkraftwerk Zwentendorf zu besichtigen. Bekanntlich wurde das zwischen 1972 und 1976 errichtete Kraftwerk nach einem knappen Volksentscheid 1978 niemals in Betrieb genommen. Laufende Instandhaltungen wurden bis 1985 durchgeführt - in der Hoffnung der Eigentümer und die damals rund 200 Mitarbeiter dürfen "den Schalter doch noch umlegen". Nach 1985 wurden Teile des Kraftwerks sukzessive verkauft bzw. diente das Kraftwerk seit 2003 zu Schulungszwecken von Technikern deutscher Schwestern-Kraftwerke. 2005 übernahm der niederösterreichische Energieversorger EVN AG das Kraftwerk und nutzt den Standort seitdem öffentlich-wirksam für Schulungen, Veranstaltungen - und zur Energieerzeugung mittels Photovoltaik.

Unsere Kameradin, Nicole Gugerel, die selbst bei der EVN AG ist, nutzte ihr berufliches Netzwerk und organisierte für unsere Feuerwehr eine spannende Führung durch dieses weltweit-einzigartige Gebäude.
Mit einem Film aus den 1970er Jahren über die Vorteile eines solchen Kraftwerks startete der interessante Nachmittag im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Anlage. Nachdem sich alle Teilnehmer mit Schutzhelmen ausgerüstet hatten - das Gelände ist noch immer als "Kraftwerk" gewidmet, weshalb auch heute noch spezielle Sicherheitsvorschriften gelten - begann die Führung durch einen Teil der über 1.000 Räume des AKW.
Herr Michael Hameter von der EVN AG erklärte in launischen Worten technische Details, geschichtliche Hintergründe und die eine oder andere Anekdote aus den letzten rund 40 Jahren seit der Errichtung und eben der Nicht-Inbetriebnahme des Kraftwerks.

Im Zuge der Besichtigung konnten Bereiche betreten werden, die nach dem tatsächlichen Beginn einer Kernspaltung im Reaktor nie wieder begangen werden können - gerade deswegen ist das einzige je gebaute AKW Österreichs für ausländische Kernkraftwerkstechniker so wertvoll: Hier können sie Arbeiten üben und Anlagenteile begutachten, die bei einem in Betrieb befindlichen AKW auf tausende von Jahren verstrahlt wären.
Bevor es wieder ans Tageslicht ging, durfte ein Gruppenfoto im Steuerstabantriebsraum natürlich nicht fehlen. Anschließend besuchten wir noch den ehemaligen Kontrollraum - mit dem roten Telefon als Direktleitung ins Bundeskanzleramt.

Zweieinhalb Stunden und rund 3.000 Schritte später endete die Führung wieder dort wo sie begonnen hatte - im ehemaligen Verwaltungsgebäude, das auch schon einige verschiedene Funktionen inne hatte: Gendarmerieschule, Volks- und Hauptschule Zwentendorf, etc.
Unisono bedankten sich die Teilnehmer beim Führungsteam der EVN AG für den interessanten Blick in die Technik der 1960er und 1970er Jahre.
Zum Abschluss des Kameradschaftsausflugs besuchten wir noch gemeinsam einen Heurigen in der Eichberger Kellergasse, wo natürlich noch das eine oder andere Detail der Führung besprochen wurde.

Informationen zum AKW Zwentendorf:

www.zwentendorf.com

Fotos:

Fr. Sanda Beatrix, EVN AG
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